Schaukeln und Sitzbretter

Sitzbrett

Ein Sitzbrettchen sollte in keinem Vogelkäfig fehlen.

Sitzbrett

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die Sitzstangen im Käfig durch Schaukeln und mindestens ein Sitzbrett zu ergänzen.

Schaukeln sind immer sehr beliebt, vor allem als Schlafplätze. Bei etwas weniger großen Käfigen muss man aber aufpassen, dass man nicht oben alles “zuhängt”, dann ist weniger manchmal mehr (für Einrichtungs-Tipps klick hier).
Mindestens ein Sitzbrett sollte auch unbedingt hinein, um den Tieren einmal die Möglichkeit zu geben, auf einer Fläche zu sitzen und zu laufen. Spätestens wenn ein älterer Vogel Arthrose bekommt, ist es sehr hilfreich, wenn die Tiere ein solches schon kennen. Auch sind Sitzbretter gut als “Dach” für die Futternäpfe geeignet, so dass dort möglichst wenig Kot hinein findet.

Was das Material angeht, kann man sich aussuchen, ob es etwas Langlebiges sein soll oder beispielsweise Kork, welcher früher oder später wieder ersetzt werden muss. Wenn der Vogelkäfig die meiste Zeit offen steht, könnte es vielleicht sinnvoller sein, Dinge, die sehr zu Beschäftigung anregen, eher draußen anzubieten.

Schaukeln, die im Vogelkäfig Platz finden können

Klassiker und immer gern genommen. Manche Halter bringen im Vogelkäfig eine solche Schaukel je Wellensittich an, damit jeder seinen Schlafplatz hat.
Kann man mit ein bisschen Geschick bestimmt auch nachbauen.

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Schöne Bogen-Schaukeln mit Natur-Sitzstange, die jeweils Platz für einen Wellensittich bieten. Bei der rechten Schaukel sollte man die Seil-Fransen möglichst abschneiden, damit die Vögel daran nicht knabbern.

Nach meiner Erfahrung sitzen die Vögel sehr gern in solchen Ringschaukeln.
Das Seil ist gut für die Füße, die Fransen hingegen sollte man ruhig etwas einkürzen, damit sie nicht zum anknabbern animieren.

An solchen geflochtenen Ringen haben die Vögel immer großen Spaß und sitzen gern auch oben auf. 
Natürlich haben diese Schaukel-Ringe nur eine begrenzte Lebensdauer. Bei dem rechten Modell sollte man die offenbar etwas franselige Schnur gegen etwas anderes austauschen, vielleicht ein ungefärbtes Lederband*.

Auch hier, hoher Spaßfaktor, entsprechend begrenzte Lebensdauer.
Wenn man so eine Kork-Schaukel in dem kleineren Format (links) im Käfig installieren möchte, muss man schauen, wie gut das funktioniert. Die Weibchen könnten sich zu sehr darum streiten, wer denn nun dort schlafen darf. Vielleicht kann man dann auch mehrere aufhängen, wenn es der Platz erlaubt. (Die mitgelieferte Schnur würde ich durch etwas anderes ersetzen, hier könnten die Vögel eventuell hängen bleiben).
Das rechte Modell ist deutlich größer und wird daher nur in größere Zimmervolieren gut passen. Hier können die Vögel auch gut oben auf sitzen.
Sehr sinnvoll könnte so eine Korkschaukel auch für Wellensittiche mit Arthrose sein, die man hiermit vielleicht animieren könnte, liegend zu schlafen.

So ein Modell macht erst in einem etwas größeren Vogelkäfig Sinn, weil es recht viel Raum einnimmt.
Dann können hier aber auch gut 3 Vögel Platz nehmen.
Es gibt von dieser Art Schaukel zwar auch eine kleinere Ausführung, damit habe ich aber keine guten Erfahrungen. Es hat sich höchstens ein Wellensittich drauf gesetzt, weil es dann einfach zu eng war.
Die Fransen würde ich sicherheitshalber etwas einkürzen.

Solch eine Leiterschaukel kann ich sehr empfehlen!
Nimmt nicht viel Platz im Käfig weg und die Vögel halten sich sehr gerne dort auf, sei es um sich anzuquatschen oder auch sehr gerne zum Schlafen. Oft schlafen dort mehrere Vögel. Das linke Modell ist wunderbar für weniger große Käfige, wenn man richtig viel Platz hat, geht es natürlich gern auch größer.

Dieses Klettergerüst ist mit seinen 13cm Breite nicht so groß wie es zunächst scheinen mag.
Genau deshalb ist es auch sehr gut für einen Vogelkäfig und ebenso auch für Wellensittiche wunderbar geeignet. Es bietet genügend Platz, dass mehrere Vögel dort sitzen und bestimmt auch gerne schlafen werden.
Die Kette mit der Glocke würde ich sicherheitshalber entfernen.

Einige Sitzbretter aus Holz und Kork

Wie oben schon kurz erwähnt, hat man hier die Wahl zwischen glattem Holz und Kork.
Bei glattem Holz haben die Vögel Gelegenheit, wirklich mal auf einer Ebene zu sitzen und – bei entsprechender Größe – ein paar Schritte zu laufen. Dann gerne auch zu zweit, um sich vielleicht gegenseitig etwas zu erzählen. Wenn man ein Sitzbrett über einer Futterstelle anbringt, damit es dort sauberer bleibt, würde ich wohl auch Holz bevorzugen.
Kork wiederum bietet auch Beschäftigung und kann durch die unebene Oberfläche einem gehandicapten Vogel mehr Möglichkeiten bieten, einmal die Füße zu entlasten. Meistens sind die Kork-Sitzgelegenheiten naturbedingt aber nicht so sehr groß.

Zwei Sitzbretter mit Umrandung. Links 20 x 10cm, rechts 20 x 20cm.

Mit 30x14cm ein schönes großes Sitzbrett, und sehr gut geeignet, um zwei davon aneinander zu schrauben.
Dadurch, dass es mit 3 Schrauben kommt, ist es nicht nötig, das Sitzbrett in eine Ecke zu installieren. Die beiden Schrauben an der Längsseite reichen vollkommen aus für einen guten Halt.
Durch die abgerundete Ecke sieht die Sitzgelegenheit aber erst richtig gut aus, wenn man noch ein zweites Brett daneben befestigt (“kopfüber”, es gibt keine Ober- oder Unterseite). 

Ca. 30 x 15cm, und eine interessante Idee mit der Spiel- oder Nagekette davor.
Müsste man einmal schauen, wir gut sich das für die Vögel anfliegen lässt. Vermutlich wäre es auch hier sinnvoll, zwei Stück direkt aneinander zu schrauben und dann nur bei einem die Kette montiert zu lassen. Früher oder später muss man die Knabber-Elemente sowieso ersetzen.
Etwas Vorsicht ist geboten, da offensichtlich eine Kette darunter hängt – vielleicht sollte man die besser durch ein Seil oder Lederband* ersetzen.

Großes Eck-Sitzbrett, mit seinen 33cm nur für entsprechend große Zimmervolieren geeignet.
Vielleicht auch, um dort einen Futter- oder beispielsweise den Grit-Napf abzustellen.

Sitzbrettchen aus Kork. Links ca. 20 x 10cm und rechts ca. 15 x 15cm.

Weniger geeignete Schaukeln oder Sitzbretter

Für die Schaukeln sollte man nicht unbedingt auf Hartholz oder Kunststoff zurück greifen, denn oft schlafen die Vögel hier (= verbringen dort viel Zeit) und eine Oberfläche, die etwas Haptik bietet, ist für die Greifmuskulatur einfach besser.

Vorsicht ist geboten bei losen Seilenden mit Fransen, vor allem, wenn man bemerkt, dass die Tiere sich damit beschäftigen. Versehentlich aufgenommene Fasern können sich über einen sehr langen Zeitraum im Kropf ansammeln und dann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Ebenso können Ketten ein Risiko darstellen. Man kann immer wieder einmal von Unfällen lesen, wo Wellensittiche mit ihrem Fuß oder auch nur einem Zeh in einem Kettenglied hängen geblieben sind und sich verletzt haben.
Natürlich wird man nie alle Gefahren ausschließen können, doch hier gibt es genug Auswahl und ggf. kann man die Befestigung auch beispielsweise durch ein ungefärbtes Lederband* ersetzen.

Von der Bauart werden relativ kleine Schaukeln mit vielen “Sitzgelegenheiten” meist nicht gut angenommen. Das sieht zwar erstmal interessant und vielseitig aus – doch in der Praxis werden die Vögel sich nicht freiwillig zusammenquetschen. Wellensittiche sitzen gern in der Gruppe zusammen, aber immer mit ausreichend Platzangebot zum Nachbarn.

Ebenso wenig genutzt werden zu kleine Sitzbretter. Sitzbrettchen machen einfach erst richtig Sinn, wenn sie eine gewisse Größe haben, so dass die Vögel dort auch ruhig ein paar Schritte “gehen” oder sich zu zweit dort aufhalten können. Oft werden kleine Größen angeboten, doch mindestens 15, besser 20cm oder mehr, sollten es schon sein. Insbesondere mit Eck-Sitzbrettern habe ich die Erfahrung gemacht, dass die in der Regel kaum genutzt werden, wenn sie nicht extra-groß sind.


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