Futter- und Wassernäpfe für den Wellensittichkäfig oder die Zimmervoliere

Futter- und Wassernäpfe

Es gibt etliche geeignete Näpfe, um den Vögeln das Futter oder Wasser zu reichen. Da Wellensittiche gern zu Übergewicht neigen, ist hier eine ad libitum Fütterung über Futterautomaten oft nicht anzuraten. Hingegen sind Wasserspender durchaus empfehlenswert, denn die kleine Öffnung schützt das Trinkwasser vor unnötigen Verschmutzungen.
Die Vögel fressen gern zeitgleich, so dass man zur Fütterung immer entweder einen Napf je Vogel anbieten sollte oder so große Schalen, dass bequem mehrere Vögel zusammen fressen können ohne sich gegenseitig zu sehr zu stressen. Viele kleine Näpfe sind bei mehreren Vögeln natürlich zum Futterwechsel etwas aufwändiger. Hingegen ist eine einzige Trinkgelegenheit auch für eine Gruppe völlig ausreichend.

Futter- und Wassernäpfe, Schalen

Bei vielen Haltern sind solche oder ähnliche Edelstahl-Näpfe sehr beliebt, manchmal kommen die auch gleich mit dem Käfig mit.
Leider sind sie oft recht tief (5cm). In der Standardgröße (ca. 10 Durchmesser) sollte man einen Napf je Wellensittich anbieten.
Der Futterwechsel gestaltet sich einfach, weil die Näpfe an einem beliebigen Platz im Käfig lose eingehangen werden. Ggf. kann man noch eine Anflugstange daneben anbringen, meist sitzen die Vögel dann aber doch direkt auf dem Rand.
Edelstahl ist natürlich wunderbar zu reinigen.
Man kann solche Näpfe theoretisch auch fürs Trinkwasser verwenden, ich persönlich würde davon aber abraten, weil das Wasser schnell verschmutzen kann. Zumal dann einige Vögel auf die Idee kommen, darin zu baden.

Praktische Kunststoffnäpfe zum Einhängen. Sie sind nicht so tief, die Vögel können bequem davor sitzen und ein Napf eignet sich gleich für 2 Vögel.

Sehr schöne flache Edelstahl-Schale, geeignet für große Käfige oder Zimmer-Volieren. Hier kann eine kleine Gruppe von Wellensittichen gemeinsam fressen oder auch größere Sittiche oder Papageien.
Die Stangen sind eigentlich überflüssig, denn gerade dien Wellis hüpfen in eine solche Schale sowieso hinein.
Der Nachteil ist leider, dass so eine Art der Fütterung viel Schmutz verursacht, denn die Spelzen können ungehindert sehr weit fliegen, wenn die Tiere aufflattern. Man kann das aber ganz gut auffangen, indem man die Futterstelle weit unten um Käfig anbringt und dahinter einen Schmutzfang befestigt (z.B. Plexiglas oder auch Pappe, wie hier).
(Als Badeschale halte ich die Wanne für ungeeignet, denn auch das Wasser spritzt entsprechend hinaus – in die Einstreu, welche dann schimmelig werden könnte).

Eine einfache Möglichkeit für eine Futterbar ist es, so ein umrandetes Sitzbrett zu bestellen und dazu entsprechende Tonschalen in der gewünschten Menge und Größe.
Hier würde ich ausdrücklich Tonschalen verwenden, weil die am schwersten sind und von den Vögeln nicht hinunter geschmissen oder auch nur durch die Gegend geschoben werden können.
Der Vorteil gegenüber gegenüber einer großen Futterschale am Käfiggitter ist bei dieser Variante, dass die Vögel weniger direkt ins Futter fliegen werden und daher nicht ganz so viele Spelzen fliegen. Trotzdem wird auch hier eine verblendete Käfigrückwand sehr sinnvoll sein.

Diese Welpenschalen aus Edelstahl sind sehr gut für eine Bodenfütterung verwendbar. Es gibt sie in verschiedenen Größen (25cm Durchmesser eignen sich für ca. 6 Wellensittiche, Foto hier), sie sind mit ca. 3,5-4cm nicht zu tief und der etwas breitere Rand ist gut zum sitzen. 
Nichtdestotrotz hüpfen die Wellis gern mitten hinein, was zu Streit führen kann. Eventuell könnte dabei die rechte Variante abhelfen, dies habe ich aber nicht ausprobiert.
Edelstahl kann leicht gereinigt und im Gegensatz zu einer Tonschale auch sofort getrocknet werden.
(Solch ein Welpennapf, dann gern mit ca. 30cm Durchmesser, eignet sich übrigens auch Wunderbar als Badeschale).

Wasserspender

Meiner Meinung nach sind solche einfach die besten Wasserspender.
Günstig, einfach zu handhaben, problemlos für die Vögel und durch die kleine Wasseroberfläche bleibt das Wasser so sauber wie es in der Vogelumgebung eben geht (natürlich sollte Trinkwasser immer täglich gewechselt werden). Eine getönte Fontaine ist außerdem sinnvoll, wenn man einmal Zusätze ins Wasser geben möchte, vieles ist doch etwas lichtempfindlich.
Diese Wasserspender haben keine unbegrenzte Lebensdauer, irgendwann verfärbt sich vielleicht das Plastik, aber dann kann man die ja ersetzen.
Zur Reinigung nimmt man am besten eine kleine Flaschenbürste mit Wollkopf (so wie diese*) – oder natürlich den Geschirrspüler. 🙂
Achtung: Das – bessere – linke Modell passt nur an Längsstreben! Das dann allerdings sehr gut (der Schnabel kann problemlos von außen durchs Gitter geklemmt werden).

Ungeeignete Näpfe

Nicht unbedingt geeignet sind klassische Futterspender, weil gerade Wellensittiche dazu neigen, mehr zu fressen als sie benötigen. Manche Futterspender haben auch zu kleine Öffnungen, so dass das Futter eventuell nicht richtig nachrutscht. Aber grundsätzlich kann man so etwas m.E. ruhig versuchen, es ist ja nicht unpraktisch und auch hygienisch.

Ganz abzuraten ist von Näpfen, die von außen am Käfig zu befestigen sind und die Vögel zu dem Versuch animieren können, hinein zu klettern. Hier besteht Verletzungsgefahr! Auch wenn diese Näpfe transparent sind, fühlen sich gerade Wellensittich-Weibchen gern von allem magisch angezogen, was eine Höhle sein könnte. Bei solchen Aktionen können die Vögel sich  gerade in drehbaren Modellen verklemmen und erheblich verletzen.
Leider werden manche ansonsten durchaus geeigneten Käfige mit solchen Futterspendern ausgeliefert und oft kann man die nicht einfach weglassen, ohne dass eine Öffnung bleibt. Dann muss man sich etwas einfallen lassen, eventuell passt so eine Nistkastentür* davor (quer).

Auch gibt es Näpfe, die ähnlich wie so ein klassisches Badehäuschen aussehen und auch genau so von außen in die kleineren Käfigtüren gehangen werden können. Der Vorteil liegt auf der Hand: einfacher Futterwechsel und die Spelzen bleiben überwiegend in diesem “Häuschen”. Allerdings sind Wellensittiche gern etwas streitsüchtig beim Fressen, was bei so einem Modell schnell stressig werden könnte. Denn das Tier am Futter hat kaum Ausweichmöglichkeit, wenn es bedrängt wird.

Fürs Wasser würde ich von allem abraten, was so groß ist, dass es die Vögel zum baden animiert. Dafür kann man eine gesonderte Badegelegenheit außerhalb des Käfigs anbieten. Natürlich ist es nicht gleich schlimm, wenn die Wellis ihr Badewasser trinken, auch nicht, wenn mal ein Kotbällchen hinein gefallen ist. Aber für das immer verfügbare Trinkwasser muss man es ja nicht darauf anlegen. 🙂


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